19 Januar

Cliff Diving

Cliff Diver © mattiaath - Fotolia.com

Cliff Diver © mattiaath - Fotolia.com

Orlando Duque aus Kolumbien ist auch als “The Duke” bekannt, wenn es um seine sechs Weltmeistertitel im Cliff Diving geht. Alles begann in seiner Heimatstadt Cali im Herzen Columbiens, wo der damals Zehnjährige zum ersten Mal von einem Drei-Meter-Brett sprang. 

Seitdem hatte ihn die Leidenschaft um den kleinen Nervenkitzel gepackt und dem Sieben- und Zehn-Meter-Turm, folgte 1995 in einer lokalen Show der erste Cliff-Dive. Daraufhin kam der Klippenspringer Engagements im Safaripark Gänserndorf nach, die sich über die Sommermonate zwischen 1997 und 1999 zogen. 

Der mittlerweile 30-jährige lebt mit seiner Frau heute in Hawaii, wo er nur wenig Zeit verbringt. Zumeist ist er in Arbeitsbekleidung unterwegs, die sich bei ihm Badehose nennt. Sein Büro ist die Natur mit ihren einzigartigen Plätzen aus Klippen und Felsen am Wasser. Genau diese atemberaubende Kulisse sei es, warum Orlando zum Cliff Diver wurde und sich mit Lebensfreude bei einer Beschleunigung von 0 auf 100 innerhalb nur drei Sekunden, immer wieder in die Tiefe stürzt, in der das Wasser auf ihn wartet. Der Weltmeister spricht von einer extremen Konzentration, stets kurz vor dem Absprung, die ihn alles Weitere um ihn herum vergessen lassen. 

Erst nach etwa 10 Jahren Turmspringen traute sich Orlando in die natürlichen Gefilde zum Absprung und fand damit genau die Steigerung, nach der er gesucht hatte. Von monotoner Arbeit kann hier keineswegs die Rede sein und es ist gerade die Angst vor dem Sprung und die Beruhigung, nachdem man wohlbehalten wieder auftaucht, die den Cliff Diver immer auf ein Neues an die größten Klippen und eigenen Grenzen führen.

Erneuter Höhepunkt seiner Karriere ist nun eine Hauptrolle im neuen Film über den Nervenkitzel “9 Dives”. Hierbei beging der Extremsportler aus Cali seinen bisher höchsten Dive. Aus einer Höhe von 34 Metern, sei das Becken nur noch stecknadelgroß, so Orlando, und wurde neben der WM 2000 zu einem seiner persönlichen Highlights.

12 Januar

Süßes ohne Kalorien

 

© Heike Rau - Fotolia.com

© Heike Rau - Fotolia.com

Beim ersten Hören klingt der Name “Stevia” vielleicht wie ein Medikament. Tatsächlich aber verbirgt sich dahinter wohl eine kleine Revolution – auf dem Süßstoffmarkt. Denn Stevia ist ein Zuckerersatz ohne Kalorien, nicht schädlich für die Zähne und zudem ein pflanzliches Produkt. Seit Dezember 2011 ist das Produkt auf dem deutschen Markt zu kaufen, zuvor war es bereits in Frankreich und der Schweiz zugelassen.

Was verbirgt sich dahinter? Stevia ist eine Pflanze, die aus Paraguay stammt. Dort wird sie schon seit Jahrhunderten zum Süßen von Essen eingesetzt. Allerdings wirkt sie 300-mal so süß wie normaler Haushaltszucker. Anfangs war das Produkt nur in den USA und im asiatischen Raum verfügbar, bevor es nach Europa kam. In Deutschland hat die Einführung etwas gedauert, da es sich bei Stevia um einen so genannten Zusatzstoff handelt. Das bedeutet, solche Stoffe werden zunächst eingehend von der Europäischen Sicherheitsbehörde (EFSA) geprüft. Damit soll zum Beispiel ausgeschlossen werden, dass der neue Stoff krebserregend ist.

Wer sich nun fragt, wie er Stevia anhand von Zutatenlisten bei Lebensmitteln erkennen kann, muss nach der Aufschrift E 960 suchen. Das mag nun irritieren, weil der Stoff als pflanzlich beschrieben wird. Zutaten mit dem Buchstaben E aber Hinweis auf eine chemische Substanz geben. In der Tat ist Stevia nicht rein pflanzlich. Das liegt daran, dass der Zuckerersatz erst durch den Einsatz chemischer Mittel aus der Pflanze gewonnen werden kann.

Verwendet werden kann die neue Entdeckung zum Süßen von Getränken wie auch jeder Art von Lebensmitteln. Vor allem bei Marmeladen, Joghurts und Süßigkeiten soll es zum Einsatz kommen. Für den Gebrauch zuhause bekommt man Stevia als Pulver, Flüssigkeit oder als Tabletten. Beim Backen sollte allerdings darauf geachtet werden, nicht die gesamte Zuckermenge durch den neuen Ersatzstoff auszutauschen. Denn Zucker sorgt für Volumen und Zusammenhalt des Teigs.

20 Dezember

Gesunde Ernährung im Winter

© K.-U. Häßler - Fotolia.com

© K.-U. Häßler - Fotolia.com

Besonders in der Vorweihnachtszeit fällt es vielen ziemlich schwer, sich gesund zu ernähren. Wenn nicht nur Süßigkeiten sondern auch deftiges Essen an der Tagesordnung stehen, wird Winterspeck schnell zu einem Problem. Nicht nur für rein äußerlich sondern auch in Bezug auf die eigene Gesundheit.

Doch ein jeder kann sich ein Paar Tricks aneignen, die helfen, die lästigen Gewichtszunahme in der Adventszeit zu vermeiden und gesund durch den Winter zu kommen.

Beim Essen muss man nicht auf Genuss verzichten. Doch bestimmte Nahrungsmittel gilt es zu meiden. Man sollte zum Beispiel statt Pommes lieber Pell- und Salzkartoffeln essen. Auf jeden Fall sollte man außerdem von paniertem oder frittiertem Essen lieber die Finger lassen. Wer auf Fleisch nicht verzichten kann oder will, sollte auf Geflügel zurückgreifen. Doch jeder sollte mindestens einmal pro Woche vegetarisch essen.

Salat kann immer unbegrenzt verzehrt werden – er hat nämlich nur wenige Kalorien, gleichzeitig aber sättigt er ganz gut. Außerdem ist damit eine von fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag schon abgearbeitet.

Wer fit und leistungsfähig für die Arbeit, Uni oder Schule sein will, kann zudem Folgendes beachten: alle Nahrungsmittel, die länger sättigen und die Energie kontinuierlich an den Körper abgeben, sind gut und erhalten die Leistungsfähigkeit. Dazu gehören beispielsweise Kartoffeln. Deftiges Gerichte wie die typische deutsche Hausmannskost dagegen führen dazu, dass der Körper zu sehr mit der Verdauung beschäftigt ist – so lässt auch die Leistung nach.

Wer auf der Arbeit oder zwischen seinen Vorlesungen keine Kantine zur Verfügung hat, sollte besser nicht auf kalorienreiche Backwaren oder Ähnliches zurückgreifen. Hier hilft es nämlich, wenn man selbst Gekochtes vom Vortag oder etwas Salat mitnimmt.

Für die Gesundheit und für eine bessere Leistungsfähigkeit ist es außerdem sehr wichtig, genug zu trinken, um den täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Dabei lautet die Faustregel 30 bis 40 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht.

6 Dezember

Obst und Gemüse: Was enthält am meisten Vitamin C?

© Denis Pepin - Fotolia.com

© Denis Pepin - Fotolia.com

Gerade in der kalten Jahreszeit ist es, um sein Immunsystem zu stärken, erforderlich sich grundlegend mit dem Thema Vitaminzufuhr auseinanderzusetzen.

Vitamine sind organische Verbindungen, die vom Körper nicht, oder in nicht ausreichnder Menge, produziert werden können aber für lebenswichtige Prozesse benötigt werden. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen und sind deshalb “essenziell”. Vitamin C, Ascorbinsäure, ist eines dieser Stoffe. Es kann vom menschlichen Körper nicht synthetisiert (hergestellt) werden. Dabei ist es essenziell für wichtige Prozesse in der Immunabwehr. Mithilfe von Ascorbinsäure wird die Wundheilung beschleunigt, Bindegewebe aufgebaut und freie Radikale eingefangen. 

Ein Mangel an Vitamin C hat gravierende Folgen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist die “Seefahrerkrankheit“. Da die Lagerungsmöglichkeiten für Vitamin C enthaltene Speisen im Zeitalter der aufkommenden Seefahrt begrenzt waren, konnten sich die Seemänner oftmals über Monate hinweg nur von Zwieback ernähren. Der Fachterminus für das Leiden der Schiffsbesatzungen ist Skorbut. Diese heimtückische Krankheit kommt in den Industrienationen, die sich durch einen hohen Ernährungsstandard auszeichnen, so gut wie nicht mehr vor. 

Trotzdem obliegt es dem Einzelnen, sich ausgiebig mit dem Thema Vitaminzufuhr auseinanderzusetzen. Ernährungswissenschaftler empfehlen eine Tagesdosis von 100 mg Vitamin C, dies entspricht schon einer Menge von zwei Orangen. Zitrusfrüchte sind im allgemeinen die Hauptlieferanten für Escorbinsäure. Zu den Zitrusfrüchten gehören Früchte wie Zitronen, Orangen oder Grapefruits.

Was viele nicht wissen, ist das heimische Gemüsesorten oftmals einen höheren Vitamin C Anteil besitzen als Zitrusfrüchte. Kohlgemüse, wie Brokkoli, Grünkohl, oder Rosenkohl, übertreffen teilweise die Citrusfrüchte an Vitamin C Gehalt. 

Fruchtliebhaber mit einem Hang zum Exotischen, sollten sich direkt in den australischen Dschungel begeben und nach der Buschpflaume Ausschau halten. Diese hat nämlich von allen Früchten, mit 3000 mg Vitamin Cpro 100 Gramm, den größten Ascorbinsäuregehalt von allen. 

23 November

Rennfahrer werden

Autorennen © el_pedro - Fotolia.com

Autorennen © el_pedro - Fotolia.com

Wer sich nicht mehr nur von den Zuschauerrängen oder vom Straßenrand aus den Kopf nach den Rennautos verdrehen möchte, sondern lieber selber mal auf’s Gas treten will, für den gibt es ein paar wichtige Tipps zu einem erfolgreichen Einstieg in den Motorsport.

Als erste Anlaufstelle dient hierzu am besten der nächste Motorsportverein. In Deutschland gibt es aktuell über 2000 regionale Vereine, die meist an die großen Automobilclubs ADAC und AvD angehängt sind. Bevor man allerdings an einem Lizenzlehrgang teilnimmt, sollte man ein Schnupper-Training machen, das die meisten Vereine anbieten. Wer danach noch immer von seinem Talent überzeugt ist, kann sich bei den Profis vor Ort nach weiteren Informationen erkundigen. Danach kann man an einem Fahrerlehrgang teilnehmen, der obligatorisch ist, um die notwendige Motorsport-Lizenz zu erwerben. Der Deutsche Motor Sport Bund e.V. (DMSB) empfiehlt dringend, nur lizenzierte Rennen zu fahren. Nur dabei sind die offiziellen Sicherheitsbestimmungen gewährleistet. Nun muss man sich nur noch für eine Fahrzeugklasse entscheiden. Hochwertige Tuning Autos sind dabei eine gute Möglichkeit, aus einem sportlichen Alltagsauto einen echten Rennwagen zu machen. Viel Inspiration für Tuner und Amateur-Rennfahrer bietet vor allen die Essen Motor Show mit ihrer Rennwagen-Börse. Tuning und Motorsport bilden keinen Gegensatz mehr: Martin Uhlendorf von der Messe spricht von einem “fließenden Übergang” vom optischen Tuning über Leistungssteigerungen bis zum Motorsport. “Der Reiz des Motorsports liegt in der Beherrschung von schier unbezähmbarer Kraft,” heißt es auf der Internetseite der Veranstaltung. In diesem Jahr wurde sogar ein Offroad-Parcours für Showeinlagen aufgebaut. Wer Fahrgast bei einem Profi sein möchte, kann eine sogenannte “Taxifahrt” mitmachen, bei der Rennfahrer am Lenkrad sitzen.

Gastautor Klaus Fernandos

14 November

Dufstoffe in der Nahrung

© Monster - Fotolia.com

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Ärzte und Ernährungswissenschaftler warnen seit langer Zeit vor einem übermäßigen Konsum von Salz und Zucker:   Wer zu viel Salz zu sich nimmt, kann Bluthochdruck und einen gesteigerten Appetit bekommen. Zu viel Zucker kann zu Übergewicht und Diabetes führen. Doch egal wie schädlich zu viel Salz oder Zucker sind – die meisten Verbraucher sind am kräftigen Geschmack ganz einfach gewöhnt.

Darauf will die Lebensmittelindustrie nun eine Antwort geben und ungesunde Lebensmittel gesünder machen. Mithilfe von Erkenntnissen aus der Hirnforschung will man künftig ungesunde, aber schmackhafte Inhaltsstoffe wie Salz und Zucker in unserem Essen reduzieren. Der Einsatz von Duftstoffen, die dem Gehirn ein salziges oder süßes Geschmackserlebnis vortäuschen, soll es möglich machen. Das Ganze sollte in etwa so gelingen: bei dem Verzehr von Chips zum Beispiel könnte ein verlockender Duft zum Einsatz kommen, der einem in die Nase steigt und auf diese Weise das Geschmackszentrum im Gehirn übertölpelt. Dadurch soll das Geschmackszentrum im eigenen Gehirn gar nicht merken, dass das Kartoffelgebäck weniger salzig als zuvor ist. Dabei sollen die Konsumenten den Geschmack von Salz oder Zucker nicht verlieren – und erst recht nicht den Appetit auf salzige oder süße Snacks.

Diese technologiegetriebenen Versuche, Snacks in Zukunft salz- oder zuckerärmer zu gestalten, stoßen aber auch auf heftige Kritik durch Verbraucherschützer und Ernährungsexperten. So warnt die Verbraucherzentrale Hamburg zum Beispiel vor möglichen Nebenwirkungen der Zusatzstoffe. Denn eigentlich ist der Einsatz von Aromen und Geschmacksverstärkern auch heute schon viel zu groß. Noch mehr Kunstgeschmack könnte appetitfördernd wirken.  Außerdem könnte salzärmeres Essen mit intensivem Geschmack zu einer höheren Energiezufuhr führen, die sich widerum negativ auf den Gesundheitszustand auswirken kann.

Daher fordern Verbraucherschützer, Obergrenzen für den Salzgehalt in Fertigprodukten festzulegen. Wie die Erfahrung in anderen Länder zeigt, lassen sich solche Produkte beim Kunden auch ohne technologischen Fortschritt durchsetzen.

11 November

Ist eine vegane Ernährung gefährlich für mein Kind?

© Tomo Jesenicnik - Fotolia.com

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Vegane Ernährung ist für viele der Praktizierenden mehr als nur eine Essgewohnheit. Man kann hier getrost von einer Ideologie, einer ethischen Weltanschauung sprechen. Problematisch wird diese Ideologie, wenn Eltern die vegane Ernährung auch ihren Kindern auferlegen. Dies kann zur Mangelerscheinungen im schlimmsten Fall sogar zum Tod der Sprösslinge führen. 

Rouven Porz, der Leiter der Ethikstelle am Inselspital Bern in der Schweiz, betont die Gefährlichkeit, die von dieser Form der Mangelernährung ausgeht. Ihm zur Folge haftet dem Veganertum eine gewisse fundamentalistische Ideologie an. Dies führe dazu, dass sich die Eltern nicht mehr in die Perspektive ihrer Kinder eindenken können. Die Gefahr dabei bestehe immer, denn vegane Ernährung sei weder “aus medizinisch-wissenschaftlicher, noch aus soziologischer Sicht” gut für die Entwicklung von Kindern. 

Soziologische Probleme sieht der Experte vor allem in den vermittelten Werten, die diese Form des “Fundamentalismus” Kindern mit auf den Weg gibt. Diese Werte stünden im Gegensatz zu denen, die in der Gesellschaft vorherrschen. Dies führe zu einer Verunsicherung der Kinder, wenn sie die elterlichen Gefilde verlassen. Als Beispiel bennent Porz einen Schulausflug, wenn es Kindern nicht möglich ist, dasselbe wie ihre Klassenkameraden zu essen. Eine falsche, nicht lebenspraktische Sozialisierung sei die Folge. 

Porz spricht in solchen Fällen, auch wenn er die Heikelkeit dieses Themas betont, die Erziehungshoheit der Eltern über ihre Kinder ab. Denn Kinder gehörten im “moralisch-ethischen” Sinne keinesfalls nur den Eltern. Wie in Fällen sexueller Gewalt obliege es der Gesellschaft hier zum Wohle der Kinder einzugreifen.  Der Leiter der Ethikstelle sagt wörtlich: “Die Kinder gehören in dieser Hinsicht also nicht den Eltern, sondern uns allen”. 

Das diese Debatte nicht nur rein ethisch-philosophischer Natur ist, machen viele Fälle von Mangelernährung in den letzen Jahren deutlich. Alleine in den letzen drei Jahren wurde in St. Gallen sieben durch vegane Ernährung krank gewordene Kinder in Kinderspitale eingeliefert. 

26 Oktober

Sport gegen Schmerzen

© Jane Doe - Fotolia.com

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Wenn man einen chronischen Schmerz attestiert bekommt, erscheint es vielen Menschen wie ein unumkehrbares Urteil. Doch es gibt Schmerzen und Schmerzen. Man kann die Schmerzen senken oder auch einer möglichen chronischen Erkrankung vorbeugen. Sport ist hier die Lösung.

Norwegische Forscher haben den Zusammenhang zwischen chronischen Schmerzen und Sport erfasst. Die Resultate der Forschung sind erfreulich. Bei ca. 47.000 Menschen wurde die Häufigkeit und Intensität von Freizeitsport in Verbindung mit chronischen Schmerzen untersucht. Es wurden 20 bis 65 Jährige und über 65 Jährige untersucht. Die Forschungsteilnehmer gaben an, wie oft und stark sie schmerzen haben und in welchem Umfang sie Sport machen. Daraufhin wurden sie von Ärzten untersucht und ihr Nikotinverbrauch abgefragt. Körperliche chronische Schmerzen gehen oft einher mit Stimmungsschwankungen oder gar Depressionen. Dies wurde in die Untersuchung mit einbezogen.

Von den Personen, die an der Untersuchung teilgenommen haben, litten 29 Prozent länger als sechs Monate bereits an chronischen Schmerzen. Hiervon waren 33 Prozent Frauen und 26 Prozent Männer. Sie gaben an, dass sie im vergangenen Monat mindestens mittelstarke Schmerzen gehabt hatten. Die Nichtraucher litten an weniger starken Schmerzen, als die Raucher.

Laut der Ergebnisse werden Schmerzen durch regelmäßigen Sport reduziert. Bei den 20 bis 64-Jährigen war die Intensität der Schmerzen um zehn Prozent geringer, wenn sie mindestens ein- bis dreimal die Woche für mindestens 30 Minuten Sport machten, als bei denen, die sich nie körperlich betätigten. Bei den ab 65-Jährigen stellt sich der Erfolg ebenfalls nach kürzester Zeit ein.

Erstaunlicherweise konnten Frauen ihre Schmerzen um 38 Prozent reduzieren, wenn sie Sport machten. Wenn nun glaubt, mehr bringt mehr, der irrt. Testpersonen, die öfter als dreimal die Woche Sport machten, minderten ihren chronischen Schmerz nicht. Das Schmerzniveau glich wieder dem derjenigen, die sich nicht sportlich betätigten.

21 Oktober

Sport und Diabetes

© Robert Kneschke - Fotolia.com

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Viele Diabetetes-Patiente haben Angst davor Sport zu treiben. Dabei kann Training eigentlich einen sehr positiven Einfluss auf ihre Gesundheit haben. Vor allem bei Patienten mit Diabetes Typ 2 (dem so genannten Alterszucker) und übergewichtigen Diabetikern ist es sinnvoll und empfehlenswert, sich regelmäßig zu bewegen. Dadurch können sie ihre Zuckerwerte und den Stoffwechsel positiv beeinflussen und sogar Folgekomplikationen wirksam vorgebeugen.

Gerade Ausdauer- und Krafttraining besitzen positive Effekte. Wichtig dabei ist nicht so sehr, dass man schnell Höchstleistungen erreicht, sondern vor allem, dass man sich überhaupt bewegt und seine Lebeneinstellung verändert. Beim Ausdauertraining sind drei Trainingseinheiten wöchentlichen von rund 30 Minuten zu empfehlen. Krafttraining sollte man zweimal pro Woche machen und die Übungen mindestens 15 Mal wiederholen. Wenn die Patienten so ein Programm einhalten, können sie sogar damit rechnen, dass ihre Medikamentenmenge verringert wird.

Dass ihre Ängste unbegründet sind, können Betroffene bei unterschiedlichen Fortbildungsveranstaltungen, die durch Sportmediziner und Ernährungsberater betreut werden, lernen. Unter Anderem bieten die Krankenkassen solche Projekte an. Hier werden Betroffene und Interessierte unter anderem über eine richtige Ernährungsweise aufgeklärt: Wichtig dabei ist, dass man 1,5 Liter zuckerfreies Getränk pro Tag zu sich nimmt. Was sonst noch auf dem Ernährungsplan stehen muss: zwischen 60 und 80 Gramm Fett, 400 Gramm Gemüse und Salat und 250 Gramm Obst. Diese Werte gelten als Richtlinie gesunder Ernährung. Beim Brot sollte man selbstverständlich auf Vollkorn setzen.

Auch über das Zusammenspiel von Sport und Diabetes kann man sich im Rahmen solcher Projekte informieren. Dabei wird man von Medizinern betreut, die die spezifischen Probleme sporttreibender Diabetiker und auch die daraus resultierenden Vorbehalte kennen. Was Diabetiker wissen müssen, ist dass Bewegung Zucker im Blut abbaut. Das müssen sie deswegen bei der Insulinzufuhr berücksichtigen. Sonst kann es leicht zu Unwohlsein, Schwäche, schlimmstenfalls sogar zu Bewusstlosigkeit kommen. Wenn sie aber an einem ähnlichen Projekt teilnehmen wollen, können Betroffene davon ausgehen, dass sie keinem unnötigen Risiko ausgesetz werden.

15 Oktober

Wintersaison: Die passende Sportbekleidung

Das Wetter kann nie schlecht sein, nur die Kleidung unpassend- diese Faustregel gilt vor allem für Sportler, die sich auch im Winter nicht in ihrer gemütlichen Höhle verkriechen, sondern aktiv sein wollen. Doch bei der großen Auswahl an Funktionswäsche, die viele Läden zu bieten haben, ist es nicht immer ganz leicht unter Baumwolle und Kunstfaser das passende Stück für den gewünschten Zweck zu finden.

Wintermode, Foto: lornawatt_flickr

Wintermode, Foto: lornawatt_flickr

Die warme und trocken haltende Unterwäsche für die kalten Tage in der dunklen Jahreszeit, ist beispielsweise schon lange nicht mehr aus der altbewährten Baumwolle, sondern meist aus Kunstfaser gefertigt. Grund dafür ist, dass die Funktionsunterwäsche auch eine ganz gewisse Funktion erfüllen sollte, die bei reiner Baumwolle nicht möglich ist. Dann würde die Feuchtigkeit statt weiter gegeben zu werden, in der Zwischenschicht der Wäsche hängen bleiben. Für diejenigen, die Kunstfaser nicht vertragen, empfiehlt sich jedoch der Griff zur Merinowolle. Diese bleibt zwar länger nass, hält jedoch auch schön warm. Die hochwertigen Designs der Hersteller sorgen schnell dafür, dass sich sogar funktionale Sportbekleidung zur ganz privaten Lieblingsmode entwickeln kann.

Auch Winterjacken sind mit den unterschiedlichsten Materialien ausgestattet. Ganz vorne bei den diesjährigen Trends ist derzeit Primaloft, wobei es sich um einen sehr hochwertigen Stoff handelt, der aus einer äußerst leichten Hohlfaser besteht. Primaloft ist außerdem sehr pflegeleicht und isoliert die Wärme gut, was zum Beispiel bei Daunen weniger gut funktioniert. Trotzdem kann dies eine solide alternative sein und ist mittlerweile auch in praktisch luftiger Form erhältlich. Goretex und Softshell sind ebenfalls geeignet für verschneite Tage, da sie wasserdicht und atmungsaktiv sind. Ganz geruchsneutral oder günstig sind die funktionalen Synthetik-Stoffe jedoch nicht.

 

Gastautorin Katrine Poulsen