Archiv für die ‘Extremsport’ Kategorie

9 Februar

Zu Fuß in die Antarktis

© Goinyk Volodymyr - Fotolia.com

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Zu Fuß und ohne Hilfsmittel die Antarktis zu durchqueren, ist scheinbar ein “absolut phantastisches Gefühl”, wenn man James Castrission glauben darf. Doch er muss es wissen: Castrission hat vor kurzem einen 2270-Kilometer-Marsch durch das Eis beendet. Die Australier Castrission und Justin Jones haben den längsten Arktis-Trip ohne Hilfsmittel unternommen. Sie hatten nur ihre Ski und Schlitten, die sie hinter sich herzogen. Insgesamt 89 Tage waren sie unterwegs: Vom Rand der Antarktis bis zum Südpol und zurück. 

Auf ihrer Webseite haben die Abenteurer Videobotschaften veröffentlicht, in denen sie schildern, wie hart und eiskalt der Marsch war. Auf den Bildern ist Castrission zu sehen, der Eiszapfen am Bart hat und merklich erschöpft wirkt. Darin verkünden sie unter anderem ihr Ziel, jeden Tag die Strecke eines Marathons zurückzulegen. Und das geht nicht spurlos an einem Menschen vorbei. Obwohl sie sich ausreichend auf die Reise und die Anstrengungen vorbereitet hatten, mussten sie mit Schlafmangel und Halluzinationen kämpfen. Auch Mangelernährung wurde zum Problem. Doch sie haben es geschafft!

Für einen Rekord hat es jedoch leider nicht gereicht. Der Norweger Aleksander Gamme hat Hercules Inlet, den Ausgangspunkt des Marschs, zwei Tage früher erreicht. Die drei sind Ende Januar mit dem letzten Rückflug der Saison aus der Antarktis wieder in die Heimat geflogen. Natürlich freuen sich alle, dass sie nach drei Monaten bei extremer Kälte endlich wieder nach Hause kommen –  trotzdem war es ein lohnendes Abenteuer.

Normalerweise haben Arktisreisende Unterstützung durch Segelgleiter oder Hilfslieferungen von Essen und Ähnlichem aus der Luft. Der bisherige Rekord ohne diesen “Luxus” lag bei 1800 Kilometern.

19 Januar

Cliff Diving

Cliff Diver © mattiaath - Fotolia.com

Cliff Diver © mattiaath - Fotolia.com

Orlando Duque aus Kolumbien ist auch als “The Duke” bekannt, wenn es um seine sechs Weltmeistertitel im Cliff Diving geht. Alles begann in seiner Heimatstadt Cali im Herzen Columbiens, wo der damals Zehnjährige zum ersten Mal von einem Drei-Meter-Brett sprang. 

Seitdem hatte ihn die Leidenschaft um den kleinen Nervenkitzel gepackt und dem Sieben- und Zehn-Meter-Turm, folgte 1995 in einer lokalen Show der erste Cliff-Dive. Daraufhin kam der Klippenspringer Engagements im Safaripark Gänserndorf nach, die sich über die Sommermonate zwischen 1997 und 1999 zogen. 

Der mittlerweile 30-jährige lebt mit seiner Frau heute in Hawaii, wo er nur wenig Zeit verbringt. Zumeist ist er in Arbeitsbekleidung unterwegs, die sich bei ihm Badehose nennt. Sein Büro ist die Natur mit ihren einzigartigen Plätzen aus Klippen und Felsen am Wasser. Genau diese atemberaubende Kulisse sei es, warum Orlando zum Cliff Diver wurde und sich mit Lebensfreude bei einer Beschleunigung von 0 auf 100 innerhalb nur drei Sekunden, immer wieder in die Tiefe stürzt, in der das Wasser auf ihn wartet. Der Weltmeister spricht von einer extremen Konzentration, stets kurz vor dem Absprung, die ihn alles Weitere um ihn herum vergessen lassen. 

Erst nach etwa 10 Jahren Turmspringen traute sich Orlando in die natürlichen Gefilde zum Absprung und fand damit genau die Steigerung, nach der er gesucht hatte. Von monotoner Arbeit kann hier keineswegs die Rede sein und es ist gerade die Angst vor dem Sprung und die Beruhigung, nachdem man wohlbehalten wieder auftaucht, die den Cliff Diver immer auf ein Neues an die größten Klippen und eigenen Grenzen führen.

Erneuter Höhepunkt seiner Karriere ist nun eine Hauptrolle im neuen Film über den Nervenkitzel “9 Dives”. Hierbei beging der Extremsportler aus Cali seinen bisher höchsten Dive. Aus einer Höhe von 34 Metern, sei das Becken nur noch stecknadelgroß, so Orlando, und wurde neben der WM 2000 zu einem seiner persönlichen Highlights.

23 November

Rennfahrer werden

Autorennen © el_pedro - Fotolia.com

Autorennen © el_pedro - Fotolia.com

Wer sich nicht mehr nur von den Zuschauerrängen oder vom Straßenrand aus den Kopf nach den Rennautos verdrehen möchte, sondern lieber selber mal auf’s Gas treten will, für den gibt es ein paar wichtige Tipps zu einem erfolgreichen Einstieg in den Motorsport.

Als erste Anlaufstelle dient hierzu am besten der nächste Motorsportverein. In Deutschland gibt es aktuell über 2000 regionale Vereine, die meist an die großen Automobilclubs ADAC und AvD angehängt sind. Bevor man allerdings an einem Lizenzlehrgang teilnimmt, sollte man ein Schnupper-Training machen, das die meisten Vereine anbieten. Wer danach noch immer von seinem Talent überzeugt ist, kann sich bei den Profis vor Ort nach weiteren Informationen erkundigen. Danach kann man an einem Fahrerlehrgang teilnehmen, der obligatorisch ist, um die notwendige Motorsport-Lizenz zu erwerben. Der Deutsche Motor Sport Bund e.V. (DMSB) empfiehlt dringend, nur lizenzierte Rennen zu fahren. Nur dabei sind die offiziellen Sicherheitsbestimmungen gewährleistet. Nun muss man sich nur noch für eine Fahrzeugklasse entscheiden. Hochwertige Tuning Autos sind dabei eine gute Möglichkeit, aus einem sportlichen Alltagsauto einen echten Rennwagen zu machen. Viel Inspiration für Tuner und Amateur-Rennfahrer bietet vor allen die Essen Motor Show mit ihrer Rennwagen-Börse. Tuning und Motorsport bilden keinen Gegensatz mehr: Martin Uhlendorf von der Messe spricht von einem “fließenden Übergang” vom optischen Tuning über Leistungssteigerungen bis zum Motorsport. “Der Reiz des Motorsports liegt in der Beherrschung von schier unbezähmbarer Kraft,” heißt es auf der Internetseite der Veranstaltung. In diesem Jahr wurde sogar ein Offroad-Parcours für Showeinlagen aufgebaut. Wer Fahrgast bei einem Profi sein möchte, kann eine sogenannte “Taxifahrt” mitmachen, bei der Rennfahrer am Lenkrad sitzen.

Gastautor Klaus Fernandos