| 8 August |
Richtig Trainieren |

Fitnesstraining, Foto: fitnessconcept_flickr
Wer seine Leistungsfähigkeit verbessern will, dem sei tägliches Training angeraten. Bei sportlichen Aktivitäten ist es schon seit Langem die Herzfrequenz, an der die Intensität einer Belastung gemessen wird. Reha-, Freizeit- und auch Leistungssportler trainieren schon seit Erfindung der Pulsuhr nach ihrem Puls.
Klarer Vorteil dabei ist, dass sich der Puls stets kontrollieren lässt und sehr gute Rückschlüsse von der Frequenz auf die Belastung bietet. Wer also mit zu niedrigem oder zu hohem Puls trainiert, erreicht oft nicht den erhofften Erfolg. Bewegt sich ein Sportler lediglich mit der falschen Intensität, kann er nicht viel verlieren, bis auf möglicherweise kostbare Zeit. Doch bei untrainierten Menschen und solchen mit gesundheitlichen Risiken wie Herzfehler oder Bluthochdruck, dann eine falsche Herzfrequenz schnell zu lebensbedrohlichen Folgen führen.
In solchen Fällen eignet sich die „Altersformel“, die ohne Belastungstest errechnen kann, bei welchem Maximalpuls jeweils trainiert werden sollte. Bei Männern wird dafür meist von der maximalen Herzfrequenz (220) das Lebensalter abgezogen, bei Frauen erfolgt das Gleiche bei der maximalen Herzfrequenz von 226. Noch heute benutzt man diese Formel in Sportschulen, Kliniken und Trainingsstätten und ist Grundlage für die Einstellung der Trainingsgeräte in Fitnessstudios, beruht allerdings nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Ein Test des Instituts für Sport und Sportwissenschaft Karlsruhe ergab, dass der ermittelte optimale Belastungswert bei weniger als 20 % mit dem nach „Altersformel“ errechneten Wert übereinstimmte.
Wer also richtiges Training mit entsprechendem Erfolg zur aufgewendeten Zeit anstrebt, sollte einen Labortest in Erwägung ziehen. Das kann durch eine Ergospirometrie, einen recht aufwendigen Stufentest oder aber auch durch einen Lactattest erfolgen. So kann je nach gesundheitlichem Zustand eine individuelle und genau dosierte Belastungsempfehlung erfolgen.