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4 August

Fußball ist besser als Laufen

Fußball, Foto von marcopolletin/flickr.com

Fußball, Foto von marcopolletin/flickr.com

Eine Umfrage im Auftrag der privaten Krankenversicherung Central ergab, dass nur jeder Zehnte, bei Frauen nur 4 Prozent, in ihrer Freizeit Fußballsport betreiben. Dabei stehen 40 Prozent mit Begeisterung dem Fußball gegenüber. Am liebsten haben die Deutschen das Joggen, doch das Spielen mit dem Ball wirkt sogar nicht positiver auf Herz, Knochen und Muskeln.

46 Prozent der befragten Frauen gaben als Grund für ihr Desinteresse an diesem Sport die mögliche Verletzungsgefahr an. Sogar 65 Prozent sprechen anderen Sportarten mehr Vorteile für Gesundheit und Fitness zu als dem Ballsport. Sportwissenschaftler jedoch widerlegen diese Annahme. So auch eine Vergleichsstudie der Universität Kopenhagen aus 2010.

Über Monate widmeten sich dafür untrainierte Frauen dem Kicken oder Joggen. Die Fußballgruppe hatte am Ende bessere Körperwerte vorzuweisen. Puls und Fettmasse schwanden zwar auch bei den Joggerinnen, doch die andere Gruppe verbesserte auch die Cholesterinwerte sichtlich. Bei der Knochendichte und der Belastungsfähigkeit der Muskeln zeigte sich ebenfalls eine sehr positive Entwicklung.

Cordelia Scott, Fachärztin für Orthopädie und Sportmedizin, erklärte, dass in diesem Zusammenhang auch die Risiken bezüglich Knochenbrüchen und Stürzen zurück gehen. Ursache für die besseren Muskelwerte sieht die Expertin im Ablauf des Fußballsports. Unterschiedliche Belastungen werden beim abwechselnden Gehen, Laufen und Sprinten verknüpft. Verschiedene Muskelfasern, schnell und langsam kontrahierende, werden hierbei aktiviert.

Außerdem lässt das Kicken unerwünschte Pfunde purzeln. Während eine Spielerin mit einem Gewicht von 60 Kilogramm während eines Spiels mehr als 1000 Kilokalorien verbrennen kann, liegt der Wert beim Joggen in mittlerer Geschwindigkeit nur bei etwa 400 Kilokalorien.

Einerseits ist das auf die empfohlenen 40 Minuten Joggen zurückzuführen. Doch das Fußballspielen innerhalb der Gruppe motiviert auch zusätzlich, um noch länger „am Ball zu bleiben“